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Des Kaisers Geheimes Deutschland Die Rezeption des Bilds Friedrichs II. im George Kreis
von Mag. Matthias Spindler
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1. Einleitung
Der Glanz des wilhelminischen Kaiserreiches
und der abrupte Untergang dieses durch den Ersten Weltkrieg verursachte im
gebildeten Bürgertum und im Adel die Sehnsucht nach einem neuen „Goldenen
Zeitalter“ [1]. Nach dem verlorenen Krieg träumten die
Trägerschichten des Deutschen Reichs von einem „Risorgimento“
[2]
Deutschlands, angeführt
durch eine strahlende Kaisergestalt. Ein Teil davon war die Legende und
geschichtliche
Wirklichkeit Friedrichs II. von Hohenstaufen. Hinzu fügt sich ein
romantisch geprägtes Bild
des Mittelalters. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation wurde zu
einem
Wunschtraum. Es ist der Gedanke eines „ewigen Morgens“, in dem Kunst und
Wissenschaft
blühen. Es ist aber auch der Gedanke an ein Deutschland, dass die
dominierende Macht in
Mitteleuropa darstellt. Nicht durch Krieg oder Grausamkeiten, sondern
durch die Pflege der
Künste, sollte es Europa gestalten. Stefan George legte seinen elitären
Kreis im Bewusstsein
der Erneuerung des Reiches [3] und Förderung der Kultur und Kunst an.
[4]
Im Mittelpunkt stilisierte der George Kreis die Figur „Friedrich II. von
Hohenstaufen“ als
ideale Leitfigur. „Man kann im übrigen davon ausgehen, daß über die
Kaisergestalten des
Mittelalters, namentlich über Friedrich den Zweiten, im Kreis um Stefan
George oft
gesprochen und geurteilt wurde.“ [5] Für einen Historiker scheint es
besonders wichtig zu sein, sich mit George, Friedrich II. und dem dazu
gehörigen „Geheimen Deutschland“ [6] /dem
George Kreis auseinanderzusetzen. Der Historiker aus dem „Geheimen
Deutschland“, Ernst Kantorowicz, stellte fest, dass niemand „[…] ein
Historiker sein [kann], der von dem ‚geheimen Deutschland‘ nichts weiss.“
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2. Friedrich II. von Hohenstaufen In diesem Kapitel werden die, die Person Friedrichs II. konstituierenden, Elemente hervorgehoben. Als wichtige Merkmale der Herrschaft Friedrichs II. von Hohenstaufen sind hier die Reichsidee, die Kirche und der Glaube als Herrschaftsbasis und die Förderung der Kultur anzuführen. 2.1. Das translato imperii – die Reichs- und Kaiseridee als „Staatsideologie“ Ein zentraler Punkt in der Herrschaftsansicht Friedrichs II. war die „Ehre des Reichs“ – honor imperii. Dieses Reich ging direkt auf Karl den Großen zurück. Sein Vater Pippin legte den Grundstein für das Reich, das sein Schicksal mit der römisch-katholischen Kirche verknüpfte. [15] Am Weihnachtstag des Jahres 800 wurde Karl der Große zum römischen Kaiser gekrönt und auch „[…] der Schutzherr [Vogt] der christlichen Kirche […].“ [16] So gab es nach Jahren der „Vakanz“ wieder einen römischen Kaiser im Westen. Dieser versuchte aber angestrengt sein Kaisertum im Osten, im byzantinischen Reich zu legitimieren. „Erst im Sommer 812 gelang Karl, was er von Anfang an erstrebt hatte: die Legitimation auch durch den oströmischen Kaiser.“ [17] Unter Karl dem Großen begannen auch die Wissenschaften wieder zu blühen. Diese Förderung der Kultur durch die monarchische Gewalt ist später auch ein zentraler Punkt im George Kreis. Die „karolingische Renaissance“ [18] wertete die Schriftkultur wieder auf. Es wurde nicht nur die lateinische Sprache, sondern auch die Volkssprache gepflegt. Die antike Kultur sollte wieder aufleben. Vor allem rezipierte man in dieser „Wiedergeburt der Antike“ Aristoteles. Aachen, eine der wichtigsten Pfalzen Karls des Großen, sollte ein neues „Athen“ [19] werden. |
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Als zentraler Träger der Kultur galten die
Klöster. „Die Klöster waren im karolingischen Staatskirchentum […] bedeutende
Wirtschaftsfaktoren.
[…] Sie [die Klöster] verbreiteten die Reformideen der sogenannten
‚karolingischen
Renaissance‘ […].“ [20] Im „Reichsmönchstum“
[21] erkennen wir das gemeinsame
Streben von
Kirche und Staat für das Wohl des Römischen Reiches. Trotz aller
Bemühungen, das
römische Reich wieder auferstehen zu lassen, scheiterte der Versuch Karls
des Großen. „Als
Karl der Große das römische Weltreich erneuert hatte, versuchte er auch
eine geistige
Wiedergeburt, die aber völlig mißlang.“ [22] Aber auch alle anderen Herrscher
nach ihm werden
diesem Ideal des antiken Roms versuchen nachzueifern. Rom wurde noch immer
als caput
mundi, das Haupt der Welt, angesehen. [23] Durch Reichsteilung ging die Würde des römischen Kaisers auf die „Deutschen“ über. Obwohl dieses Reich nur einen kleinen Teil dessen umfasste, das zum „imperium romanum“ gehörte, sahen die mittelalterlichen Könige und Kaiser eine direkte Reichskontinuität. [24] Die Theorie der Übertragung der Reichswürde an die Deutschen stammt direkt von Otto von Freising. [25] Nach dem Ende des vierten Weltreiches [26], das der Römer, sollte die „Parusie“ [27] eintreten, also das Weltgericht unter Jesus Christus. Unter Friedrichs II. Großvater, Barbarossa, wurde dem Reich die Beifügung „heilig“ verliehen. [28] Auf den Thron dieses Reich, als Fortsetzung des römischen und als letztes vor dem Himmelreich, wurde im Dezember 1211 Friedrich II., das damalige „chint von Pulle“ [29], gewählt. [30] Friedrich war es, der als letzter römisch-deutscher Kaiser so Rader das „Weltkaisertum“ (Rader, Olaf B. 2011: S. 31.) erschaffen wollte. Im Zusammenhang mit dem Imperium und dem Kaiser stand auch die „honor imperii“ (Rader, Olaf B. 2011: S. 57.). Dieser Begriff wurde von den Kaisern verwendet, um ihre Macht gegen andere Herrschaftsautoritäten im Reich zu schützen. Um teilweise seine Unabhängigkeit gegenüber dem Papsttum zu beweisen und nicht als „vicarius papae“ (Rader, Olaf B. 2011: S. 132.) betrachtet zu werden, betitelte sich Friedrich II. als „Romanorum imperator electus – erwählter Kaiser der Römer.“ [31] Im Sinne des römischen Princeps Augustus sah sich auch Friedrich als Friedensbringer und als derjenige, der die „pax Romana“ [32] in die Welt bringen würde. |
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| Als äußeres Symbol der römischen Kaiserwürde trugen die Staufer als Wappentier den Adler. „[…]: der Adler war das Symbol der staufischen Reichsidee.“ [33] Das konstantinische Chi-Ro verschwand. [34] Die Benützung des Adlers als Wappentier war ein direkter Rückgriff auf die heidnische Antike und den ewig jugendlichen, vergöttlichten Augustus [35]. Auch Friedrich II. wird in den bildnerischen Darstellungen niemals alt. Er bewahrt wie Augustus seine ewige antike göttliche Jugend. Wie bei Augustus so fand auch bei Friedrich II. eine Vergöttlichung statt. [36] Von der Vergöttlichung des Friedrichs weiß auch sein Sohn zu berichten, wenn er von seiner Erziehung am Hofe berichtet und einleitend feststellt: „Wir, Manfred, Sohn des göttlichen und erhabenen Kaisers Friedrich, […].“ [37] |
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2.2. Herrschaftsfolge als Legitimation der Macht
Mit der Berufung auf die Karolinger, die
Salier und die antiken Kaiser versuchten die Staufer das Schicksal des
Reichs mit nur einem Herrschaftsgeschlecht zu verbinden, deren
unmittelbare Nachfolger sie waren. Hinzu kam noch die Berufung auf eine
angebliche byzantinische Mutter Karls des Großen.
[38] Gottfried
von Viterbo meint sogar, dass die Staufer das „Endglied“ (Engels, Odilo
2010: S. 107.) des „[…] einzigen Kaisergeschlechts in der
Menschheitsgeschichte […]“ (Engels, Odilo 2010: S. 107.) waren. |
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| 2.3. Die römisch-katholische Kirche – religiöse Fundierung des Kaisertums Mit der Begründung der abendländischen, auf
die römischen Augusti zurückgehenden, Kaiserwürde wurde auch die
römisch-katholische Kirche in die Machtverhältnisse des neuen Reiches
eingebunden. Im Reich existierte ein Nebeneinander „[…] der höchsten
geistlichen (Sacerdotium) und weltlichen (Imperium) Gewalt […].“
[49] Das Reichsepiskopat war für die Staufer eine
wichtige Stütze der Herrschaft. [50] Hier muss aber
auch gesagt werden, dass es immer einen Machtstreit gab, welche Kraft das
Imperium dominieren sollte. Die Päpste, besonders Innozenz III., sahen
eine vorrangige Stellung der Kirche vor der weltlichen Gewalt, da die
Kaiserwürde erst durch die Salbung in Rom [51] zu
Stande kam.
Friedrichs II. Großvater, Friedrich I. Barbarossa, stellte fest, dass die
weltliche als auch die kirchliche Gewalt im Sinne des Reiches miteinander
arbeiten sollten. [52] Der Kaiser war
„Schutzvogt“ [53] des Papstes in Rom.
1165 wurde Karl der Große in Aachen durch den staufischen Gegenpapst
Paschalis III. kanonisiert. [54] Dies unterstrich die
Verbundenheit mit dem Geschlecht der Staufer, da sich diese auf eine
direkte Verwandtschaft mit den Karolingern beriefen. Mit Karl dem Großen
als „Reichsheiligen“ [55] wurde eine Integrationsfigur
für das mittelalterliche Reich geschaffen. Kirche und Kaisertum fungierten
hier zusammen, um dem Reich Stabilität zu geben. |
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Viel bewundert war der „orientalisch-okzidentale[.] Wissenstransfer“ [77] am Hofe Friedrichs II. Das Nebeneinander der Kulturen ermöglichte, wie schon bei seinem Großvater mütterlicherseits, König Roger II. von Sizilien [78], einen regen Austausch von Gedanken und Lehrmeinungen. So entwickelte sich auch der Hof Friedrichs zu einer „Schnittstelle“ [79] der gelehrten Kultur im Mittelalter. [80] Es zeigte sich, dass am sizilianischen Hofe Friedrichs „eine generationenübergreifende Wissensgesellschaft“ [81] bestand, die „universaler Wirkung“ ]82] war. Diese „Wissensgesellschaft“ [83] wirkte sich auch auf die Höfe des restlichen Reichs aus. [84] Den literarischen und wissenschaftlichen Zirkel baute er genau wie der Princeps Octavian auf. [85] |
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Im Bereich der Kultur verwandelte Friedrich II. seinen Hof zu einem
Künstler-, Dichter- und
Intellektuellenhof. Bereits zu seiner Jugendzeit stand die höfische Kultur
auf ihrem
Höhepunkt. „Wie Gottrieds junger Held eignete sich der jugendliche König
natürlich weitere
Bildung [neben kriegerischer] an, wie Lesen, Schreiben, Schachspielen,
Jagen […].“ [86] |
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Der friderizianische Hof zog den Kaufmann und Mathematiker Leonardo
Fibonacci [94] (da Pisa) an. Dieser wollte die
arabischen/indischen Zahlen im Abendland heimisch machen und zeigte dem
Kaiser [95], wie er dadurch schwierige Rechenaufgaben
schneller lösen konnte, als die Hofmathematiker. Dieser berühmte
Mathematiker disputierte sogar mit dem Kaiser. Er leistete einen enormen
Beitrag zur Entwicklung der „abendländischen Mathematik“
[96]. Hier sieht man auch, dass der Kaiserhof Friedrichs eine Wirkung
auf Europa hatte und stark ausstrahlte. „Der staufische Hof bietet ein
herausragendes Beispiel für die geistige Kultur des abendländischen
Königtums, […].“ [97] Hier werden neue Ideen
aufgenommen, erprobt und bei starker Praxiswirkung haben sie auch Einfluss
auf andere abendländische Königshöfe. Weiter setzte man sich nicht nur mit
antiken griechischen und römischen Autoren auseinander, sondern man
diskutierte auch über arabischen Schriften und den Talmud.
[98] |
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Stefan George und seine Schüler sind der
konservativ-revolutionären Gruppe der Jungkonservativen zuzuordnen. Ein
wichtiges Element ist hier ein strenger christlicher Glauben, z. B. der
Rechtskatholizismus. Weiters wird der Mitteleuropaidee hohe Bedeutung
beigemessen. In diesem Mitteleuropa soll Deutschland die ordnende Macht
sein und einen „Führungsanspruch“ [113] ausüben.
Dieser Führungsanspruch wird direkt aus dem Mittelalter abgeleitet. Im
Sinne der Jungkonservativen soll es ein „neues Mittelalter“
[114] geben, womit man sich gegen die Aufklärung und
die Moderne zur Wehr setzt. Im Zuge der Ablehnung der Moderne bekämpfte
man die Demokratie und den Liberalismus. So lag allen jungkonservativen
Gruppen die Betonung des autoritären Staates zu Grunde.
[115] |
| Ein wesentlicher Teil war der mittelalterliche Reichsmythos, die
antikisierende Tradition und der systemimmanente Katholizismus im George
Kreis. [117] Neben der stilisierten Beschäftigung mit
Friedrich II. durch die Gedichte Georges wurde vom Historiker Ernst
Kantorowicz, Mitglied des George Kreises, das anerkannte Buch „Kaiser
Friedrich der Zweite“ verfasst. Ein wichtiges Mittel für die Vermittlung der Gedanken Stefan Georges war das Lesen im Kreis. [118] Neulinge mussten sich zuerst beweisen, indem sie vor dem Kreis vorlesen sollten. [119] Das Lesen und das Rezitieren des Werkes Georges hielt die Gruppe zusammen. Um den Dichter – „den Propheten“ [120] des Geheimen Deutschlands – konstituierten sich die Schüler im Sinne von Georges „Stern des Bundes“, wo es heißt: „Wer je die flamme umschritt Bleibe der flamme trabant!“ [121] George versuchte mit seinem Kreis eine „[…] geistesaristokratische[.] Elite [aufzubauen].“ [122] Bei George geht der Gedanke von der universellen Religion des Katholizismus [123] aus, zu einem universellen Herrscher – Friedrich II. - mit dessen Universalreich. Diese Gedanken an Religion, Herrscher und Reich – an den Universalismus dieser drei Begriffe – sollten im Kreis durch die Lehre Stefan Georges vermittelt werden. [124] „Er [Friedrich II.] nahm nicht nur eine Mittlerrolle zwischen Deutschland und Italien ein, sondern war vor allem der erste moderne Fürst des Kontinents, Repräsentant eines europäischen Universalismus.“ [125] |
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3.1 Der Glaube – Ästhetischer Katholizismus Bei Stefan George
muss zuerst die hohe Bedeutung des Katholizismus für ihn und in seinem
Kreis betont werden. Der Dichter streicht dies selbst immer hervor
[126] und
kritisiert nie die
Rolle der römisch-katholischen Kirche. [127] George wurde in seinem
Elternhaus schon streng
erzogen [128] und wuchs im erzkatholischen Bingen auf. Der Katholizismus
Georges schöpft aus
der Antike heraus [129], ohne die man sich keine römisch-katholische Kirche
und
abendländischen Katholizismus vorstellen könnte. So verbinden sich bei
George die „Antike
und [das] Abendland“ [130] . Es ist die „[.] Verbindung von heidnisch-Antikem
und Christlich-Katholischem, […].“ [131] Im Konnex mit dieser Antike kommt bei George die
Darstellung
eines ewig jugendlichen Christus vor. [132] Es ist auch das Bild eines
romantisch sieghaften
Christus [133], das sich mit Georges „Maximin“ Dichtung verbindet.
[134] |
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| 3.2. Die Königsgeschlechter – Friedrich und seine Vorfahren Die Verehrung Friedrichs II. von
Hohenstaufen ging bei Stefan George mit einher mit dem
Kennenlernen der Stauffenberg Brüder. „For in them George saw a living
connection to one
of the most magnificent rulers Europe had ever witnessed and the one he
probably admired
the most: Frederick II of Hohenstaufen.“ [161] George glaubte, dass die
Brüder direkt mit dem
Stauferkaiser verwandt seien. [162] |
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Es zeigt sich bei den Staufern die Idee der
universalen „römischen Weltherrschaft“ [188] . Dies
wird von Friedrich Gundolf in seinem Buch „Ceasar“ thematisiert. Bei
Barbarossa meint
Gundolf, dass nicht mehr die Stadt Rom „Träger des Römergedanken“
[189] sei,
sondern das
ganze Reich. Es findet hier also ein Übergang vom antiken Polisdenken,
dass die Stadt als
Mittelpunkt des Reichs sieht, statt. Im Gegensatz dazu denkt der
abendländische Geist
Barbarossas schon über die Stadt als enge Grenze hinaus. Im Gedenken an
das mittelalterliche
Reich entwarf einer der bekanntesten Vertreter des George Kreises, Claus
Schenk Graf von
Stauffenberg, seinen Kameraden bei einer Truppenübung am Rhein 1936 seine
Gedanken
vom Universalreich der Staufer. [190] So stand auch das ghibellinische
Universalreich der
Staufer im Mittelpunkt des George Kreises. Was sie faszinierte - es war
„[…] die
ghibellinische Idee, [.der] deutsche Reichsgedanken, in maximaler Reinheit
[den Friedrich II.
verkörperte].“ [191] |
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Im Geheimen Deutschland, den Ghibellinen
des 20. Jahrhunderts, wurde das Idealbild eines
aufgeklärten mittelalterlichen Herrschers Friedrich stark gefördert. Er
galt für sie als ein
Vorläufer der Renaissancemenschen – hell wach und geistig unruhig.
Die Verbindung des Reichs mit dem römisch-katholischen Christentum war von
immanenter
Bedeutung. Dieser sakrale Charakter wurde durch Barbarossa durch die
Hinzufügung
„sacrum“ weiter hervorgestrichen. Die Staufer bauten die „Heiligkeit“ und
die transzendente
Herrschaftslegitimierung weiter aus. Mit der Erhebung Karls des Großen zum
Reichsheiligen
wurde auch das Kaisertum der Staufer gestärkt. Speyer und Aachen sollte
die Kontinuität
eines einzelnen Herrschergeschlechts darstellen, dessen Endpunkt die
Staufer waren. Diese
Vorstellung des Endkaisertums wurde bei Friedrich II. durch die Herrschaft
über Jerusalem
unterstrichen. |
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Adulafia, David 1991: Herrscher zwischen den
Kulturen. Friedrich II. von Hohenstaufen. Berlin. |
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Lektüretipp: |
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Fried, Johannes/Kailer, Thomas (Hrsg.) 2003: Wissenskulturen. Beiträge zu einem forschungsstrategischen Konzept. Berlin. Friedell, Egon 2008: Kulturgeschichte der Neuzeit. Die Krisis der Europäischen Seele von der Schwarzen Pest bis zum Ersten Weltkrieg. Auflage 2, München. George, Stefan 1964 : Das Neue Reich. Düsseldorf/München. George, Stefan 1965: Der Stern des Bundes. Düsseldorf/München. George, Stefan 1986: Der Siebente Ring. Stuttgart. George, Stefan 1991: Die Bücher der Hirten- und Preisgedichte der Sagen und Sänge und der Hängenden Gärten. Stuttgart. George, Stefan 2005: Gedichte. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Ernst Osterkamp. Frankfurt am Main/Leipzig. Gloger, Bruno 1973: Kaiser, Gott und Teufel. Friedrich II. von Hohenstaufen in Geschichte und Sage. Berlin. Großbongardt, Annette/Pieper, Dietmar (Hrsg.) 2010: Die Staufer und ihre Zeit. München. Grünewald, Eckhart 1982: Ernst Kantorowicz und Stefan George. Beiträge zur Biographie des Historikers bis zum Jahre 1938 und seinem Jugendwerk „Kaiser Friedrich der Zweite“. Wiesbaden. Gundolf, Friedrich 1968: Caesar. Darmstadt. Hoffmann, Peter 2008: Claus Schenk Graf von Staufenberg. Die Biographie. Auflage 2, München. Horst, Eberhard 1975: Friedrich der Staufer. Eine Biographie. Berlin/Darmstadt/Wien. Houben, Hubert 2008: Kaiser Friedrich II. (1194-1250). Herrscher, Mensch und Mythos. Stuttgart. Houben, Hubert 2010: Roger II. von Sizilien. Herrscher zwischen Orient und Okzident. Auflage 2, Darmstadt. |
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Lektüretipp:
Ernst Hartwig Kantorowicz: |
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Karlauf, Thomas 2008: Stefan George. Die Entdeckung des Charisma. München. L’Ormeau, F. W. 1953: Die Christologie Stefan Georges. Amsterdam. Lexikon des Mittelalters III 1986: Codex Wintoniensis bis Erziehungs- und Bildungswesen. München/Zürich. Lexikon des Mittelalters V 1991. München/Zürich. Lexikon des Mittelalters VI 1993: Lukasbilder bis Plantagenêts. München/Zürich. Lexikon des Mittelalters VIII: Stadt (Byzantinisches Reich) bis Werl. München/Zürich. Meier, Mischa (Hrsg.) 2007: Sie schufen Europa. Historische Portraits von Konstantin bis Karl dem Großen. München. Norton, Robert E. 2002: Secret Germany. Stefan George and his circle. Ithaca/London. Norwich, John J. 2008: Aufstieg und Fall eines Weltreichs. Aus dem Englischen von Claudia Wang, Ulrike Halbe-Bauer und Manfred Halbe-Bauer. Auflage 3, Berlin. Opll, Ferdinand 2009: Friedrich Barbarossa. Darmstadt. Petrow, Michael 1995: Der Dichter als Führer? Zur Wirkung Stefan Georges im „Dritten Reich“. Marburg. |
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Lektüretipp: |
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Raulff, Ulrich 2009: Kreis ohne Meister. Stefan George Nachleben. München. Schack, Adolf Friedrich Graf von 1889: Geschichte der Normannen in Sizilien. Ungekürzte revidierte Fassung der Ausgabe von 1889 mit den Quellenangaben der Erstausgabe. Essen. Southern, Pat 2005: Augustus. Aus dem Englischen von Birgit Neuwald-Morton. Essen. Weber, Frank 1989: Die Bedeutung Nietzsches für Stefan George und seinen Kreis. Frankfurt am Main/Bern/New York/Paris. Weißmann, Karlheinz/Mohler, Armin 2005: Die Konservative Revolution in Deutschland 1918-1932. Ein Handbuch. Auflage 6, Graz. Winkler, Heinrich August 2009: Geschichte des Westens. Von Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert. München. |
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Mag. phil. Matthias Spindler (Jg. 1985) hat Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Wien studiert. Z. Z. ist er dort Doktorand im Fach Geschichte.
Seine Magisterarbeit trägt den Titel
"Die Entstehung des modernen Staates in Preußen" und ist im Verlag
Dr. Müller, Saarbrücken 2010 erschienen.
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Lektüretipp:
Stefan Gorge: |
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| Anmerkungen [1] Die tiefe Sehnsucht nach einem Goldenen Zeitalter beschreibt auch Ernst Kantorowicz in seinem Buch über Kaiser Friedrich II. Er rezitiert Vergil-Verse: „[…]: als ein Göttersohn werde er lachend das Licht erblicken, werde dem Erdenrund Frieden bringen und das goldne Zeitalter, das Reich des Apoll wiederheraufführen. […] Diese vergilische Heilandsverskündung gab Stoff und Stimmung her für den Sang, mit dem ein kampanischer Dichter, Petrus von Eboli, die Geburt von Kaiser Heinrichs VI. einzigem Sohn [Friedrich II.] überschwe[ä]nglich feierte.“ (Kantorowicz, Ernst H. 2010: S. 11.) [2] Als Risorgimento bezeichnet man die Bewegung zur Begründung eines italienischen Nationalstaates und zur Rekonstitution der italienischen Größe in der Welt. Man meinte, dass dieses nur erstehen kann, wenn man die päpstliche Herrschaft beseitigt. Hier diente Friedrich II. als Symbolfigur. Vgl.: Houben, Hubert 2008: S. 212. Diese werden auch im Sinne der staufischen Parteigänger „Neughibellinen“ (Houben, Hubert 2008: S. 212.) genannt. Hier gibt es jedoch Unterschiede in der Forschung. Odilio Engels sieht dies anders: „Die Bewegung des Risorgimento jedoch sah ihn als ein Mitglied des Stauferhauses von der deutschen Nationalgeschichte besetzt. Das genügte, um auch ihn zusammen mit den älteren Staufern in die Rolle des Okkupanten zu versetzen, […].“ (Engels, Odilo 2010: S. 200.) [3] „Aus Deutschland werde, wie schon mehrfach in der Geschichte (Völkerwanderung, Imperium Sacrum, Reformation und Klassik), wieder eine erneuernde Erschütterung kommen, des Erdteils Herz solle die Welt erreichen. Diese Wirkung gehe von Stefan George aus: Er als Dichter und Seher […].“ (Hoffmann, Peter 2008: S. 122.) Dies ist ein Auszug der Rede von Graf Woldemar von Üxküll (eines Freundes Stefan Georges) vor den Studenten der Universität Tübingen zum 65. Geburtstag Stefan Georges. [4] „Stefan George suchte die deutsche Dichtung nach den Vorbildern Pindar und Hölderlin zu erneuern und bildete der Kunst gewidmete Kreise Gleichaltriger und Jüngerer im Geiste des platonischen ‚Staat‘.“ (Hoffmann, Peter 2008: S. 48.) [5] Grünewald, Eckhart 1982: S. 63. [6] „Das ‚Geheime Deutschland‘ ist deutbar als eine Gruppe von Personen, die dieses verkörpern oder verheißen, zugleich als Vision eines Deutschland, das eine ‚innerliche Einheit‘ nach Vorstellungen Stefan Georges darstellt; schließlich wird dieser Begriff auch synonym gebraucht für den George-Kreis, […].“ (Grünewald, Eckhart 1982: S. 76.) Im Sinne Kantorowiczs ist als Vorbemerkung zum Geheimen Deutschland zu sagen: „Es ist ein Seelenreich, in welchem immerdar die gleichen deutschesten Kaiser eigensten Ranges und eigenster Artung herrschen und thronen, […].“ (Kantorowicz, Ernst: S. 151. In: Bräuninger, Werner 2002.) [7] Kantorowicz, Ernst: S. 154. In: Bräuninger, Werner 2002. [8] Vgl.: Weißmann, Karlheinz/Mohler, Armin 2005: S. 131. [9] „Man sagt diesem Herrscher [Friedrich II.] gerne nach, das Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus vorweggenommen zu haben, […].“ (Engels, Odilo 2010: S. 188.) Dass einige Merkmale des aufgeklärten Absolutismus [zB in der Verwaltung] vorhanden waren, stellt auch Eberhard Horst fest. Vgl.: Horst, Eberhard 1975: S. 344. [10] Matthias Paris: geboren 1200, gestorben 1259. Sein berühmtestes Werk ist die „Chronica Maiora“. Vgl.: Lexikon des Mittelalters VI 1993: S. 399. [11] Houben, Hubert 2008: S. 193. [12] Houben, Hubert 2008: S. 193. [13] „Seit dem 4./5. Jahrhundert sind ‚Sybillensprüche‘ (in denen die Tradition der antiken Orakel in christlichen Gewande weitergeführt wurde) von einem ‚Endkaiser‘ überliefert.“ (Gloger, Bruno 1973: S. 187.) So meinte man, dass das Orakel von Eryträa „[…] über Friedrich II. weissagte […]: Er stirbt im Verborgenen und wird weiterleben. Unter den Völkern wird man sprechen ‚Er lebt, und lebt doch nicht [vivit et non vivit].“ (Gloger, Bruno 1973: S. 195.) [14] Grünewald, Eckhart 1982: S. 80. [15] Durch den siegreichen Feldzug gegen die Langobarden in Italien war Pippin, König der Franken, in der Lage, dem Bischof von Rom Teile Italiens zu schenken und „das neue ‚Patrimonium Petri“ (Winkler, Heinrich August 2009: S. 43.) zu begründen. [16] Winkler, Heinrich August 2009: S. 46. [17] Winkler, Heinrich August 2009: S. 44. [18] Winkler, Heinrich August 2009: S. 44. [19] „Sein Wunsch war, aus Aachen ein ‚christliches Athen‘ zu machen.“ (Friedell, Egon 2008: S. 789.) [20] Winkler, Heinrich August 2009: S. 44. [21] Engels, Odilo 2010: S. 54. [22] Friedell, Egon 2008: S. 1320. [23] Vgl.: Rader, Olaf B. 2011: S. 73. [24] „Das mittelalterliche Reich war kein neues, sondern das alte, das Römische Reich: […].“ (Winkler, Heinrich August 2009: S. 47.) [25] Otto von Freising: geboren ca. 1112, gestorben 1158. Er war Zisterzienser und am 2. Kreuzzug in Jerusalem 1146/47. Sein bekanntestes Werk ist die „Chronik“. Hier beginnt er mit der Geschichtsschreibung bei der Schöpfung und geht bis zum Jüngsten Gericht. Vgl.: Lexikon des Mittelalters VI 1993: S. 1581 f. „Die Staufer werden [bei Otto von Freising] als Vorbereiter und Träger eines neuen Aufstiegs hin zu einer Friedenszeit gezeichnet.“ (Lexikon des Mittelalters VI 1993: S. 1582.) [26] „Das Römische Reich war das vierte der Weltreiche. Vorausgegangen waren ihm das babylonische, das medisch-persische und das makedonische Weltreich.“ (Winkler, Heinrich August 2009: S. 47.) [27] Winkler, Heinrich August 2009: S. 46. [28] „Seit der Zeit Friedrichs I. Barbarossa (1152-1190) trug es das Adjektiv sacrum […].“ (Rader, Olaf B. 2011: S. 130.) [29] Engels, Odilo 2010: S. 153. [30] Vgl.: Engels, Odilo 2010: S. 151 f. „Mit seiner Erlaubnis [des Papstes Innocenz III.] wählten dann einige süd- und mitteldeutsche Fürsten den einzigen noch lebenden Staufer im Sommer 1211 in Bamberg (?) zum künftigen Kaiser.“ (Engels, Odilo 2010: S. 151 f.) [31] Rader, Olaf B. 2011: S. 81. [32] Rader, Olaf B. 2011: S. 127. [33] Rader, Olaf B. 2011: S. 309. [34] „Seit den Staufern war auf den Fahnen der Täter und imperialen Reichsgründer das konstantinische XP erloschen.“ (L’Ormeau, F. W. 1953: S. 20.) [35] „Seither hatte er [Augustus/Octavian] verschiedene Verwandlungen durchlaufen; die letzte Verwandlung machte ihn zu einer fortdauernden Legende und zu einem Gott.“ (Southern, Pat 2005: S. 243.) [36] So ist festzustellen, dass eine „[.] seit 1236 systematisch betriebene Selbstvergottung, mehr aber noch die Dämonisierung Friedrichs II. durch seine Feinde und durch papstfreundliche Interpreten […stattfand].“ (Gloger, Bruno 1973: S. 179.) [37] Fried, Johannes: S. 177. In: Fried, Johannes/Kailer, Thomas (Hrsg.) 2003. [38] Vgl.: Engels, Odilo 2010: S. 95. [39] Engels, Odilo 2010: S. 152. [40] Engels, Odilo 2010: S. 156. [41] Vgl.: Engels, Odilo 2010: S. 156. [42] „Tatsächlich bezeichnete man die Stauferbrüder auch etwas später als die Träger des Saliergeschlechts oder als Waiblinger, da Waiblingen als der ursprüngliche Stammsitz der Salier angesehen wurde.“ (Engels, Odilo 2010: S. 33.) [43] Es zeigt sich, dass „[…] jegliche Machtsteigerung in einer Anlehnung an das salische Kaiserhaus zu suchen [war].“ (Engels, Odilo 2010: S. 21.) [44] 1072 lehnte sich eine Adelsopposition gegen Heinrich IV. auf. Darunter war auch der damalige Herzog von Schwaben, Rudolf. Mit dem Gang nach Canossa 1077 und der Aussöhnung mit dem Papst konnte sich Heinrich IV. ganz den Herrschaftsproblemen im deutschen Teil des Reiches widmen. Er erklärte die Lehnen der Anführer des Aufstandes für verloren und übertrug das schwäbische Herzogtum auf die Staufer. Vgl.: Engels, Odilo 2010: S. 14 f. [45] Houben, Hubert 2008: S. 154. [46] Vgl.: Engels, Odilo 2010: S. 33. „Die Übertragung des Herzogsamtes und die damit verbundene Heirat mit einer Kaisertochter brachten den Staufern einen sozialen Aufstieg, der sie in die vorderste Linie der Reichsfürsten stellte.“ (Engels, Odilo 2010: S. 17.) [47] Zur Vertragserneuerung gegen das normannische Königsreich auf Sizilien schickte Konrad III. seine Schwägerin Bertha von Sulzbach nach Byzanz, den Kaisersohn Manuel zu ehelichen. Vgl: Engels, Odilo 2010: S. 41. [48] Engels, Odilo 2010: S. 151. [49] Engels, Odilo 2010: S. 76. [50] Vgl.: Engels, Odilo 2010: S. 68. [51] Es zeigt sich, dass „[.] Rom die rechtliche Wurzel für jeglichen kaiserlichen Anspruch [war …].“ (Engels, Odilo 2010: S. 77.) [52] Vgl.: Engels, Odilo 2010: S. 77. [53] Engels, Odilo 2010: S. 85. [54] „Die Kanonisation des ersten mittelalterlichen Kaisers, sanktioniert durch den kaiserlichen Gegenpapst Paschal III., war freilich ein Akt von höchster politischer Tragweite hinsichtlich der Stellung des Staufers im Schisma […] Karl der Große, den auch die Tradition des französischen Königtums als Ahnherrn beanspruchte, wurde damit demonstrativ als Reichsheiliger proklamiert.“ (Opll, Ferdinand 2009: S. 93.) [55] Engels, Odilo 2010: S. 88. [56] Vgl.: Engels, Odilo 2010: S. 12. [57] „Schon 1102 hatte Friedrich I. sein Hauskloster Lorch dem Papst zu eigen aufgetragen, um für das Kloster den päpstlichen Schutz zu erhalten; […].“ (Engels, Odilo 2010: S. 24.) [58] Vgl.: Engels, Odilo 2010: S. 53. [59] „Besonders nahe habe dem Herrscher der Zisterzienserorden gestanden, in dessen Gebetsgemeinschaft er schon 1215 nach einem sehr persönlich gehaltenen Brief an das Generalkapitel aufgenommen wurde […].“ (Houben, Hubert 2008: S. 151 f.) [60] Rader, Olaf B. 2011: S. 171. [61] „Kurz darauf [auf die Königskrönung 1215] heftete sich der König ein Kreuz an seine Schulter.“ (Rader, Olaf B. 2011: S. 379.) [62] „Wie schon bei der Krönung zum König in Aachen 1215 nahm Friedrich erneut, nun als Kaiser, das Kreuz, […].“ (Rader, Olaf B. 2011: S. 120.) [63] Rader, Olaf B. 2011: S. 380. [64] „Gemäß dem Vertrag trat Sultan al-Malik al-Kamil kampflos die Orte Jerusalem, Nazareth und Bethlehem an Friedrich ab.“ (Rader, Olaf B. 2011: S. 389.) [65] „Nun kontrollierte er [Augustus] den gesamten Staat, einschließlich der Religion, […].“ (Southern, Pat 2005: S. 206.) [66] Rader, Olaf B. 2011: S. 119. [67] Friedrich II. war dem Orden der Zisterzienser sehr verbunden. Besonders tief schien ihn die Verbindung von Arbeit und Glauben beeindruckt zu haben. Die Klöster waren aber auch ein Mittel der Landnahme. So wie Friedrich II. dem Deutschen Orden unter Hermann von Salza das Land der Pruzzen durch die Goldbulle von Rimini zuwies, förderte er auch die Zisterzienser. Vgl.: Kantorowicz, Ernst H. 2010: S. 70. [68] Vgl.: Kantorowicz, Ernst H. 2010: S. 70. [69] Kantorowicz, Ernst H. 2010: S. 390 f. [70] So soll Konstantin vor der Schlacht an der Milvischen Brücke 312 ein Engel erschienen sein, der ihm den Sieg verkündete. „Während der Kaiser aber so betete …, erschien ihm ein ganz unglaubliches Gotteszeichen … Um die Mittagszeit habe er, so sagte der Kaiser, mit eigenen Augen oben am Himmel über der Sonne das Siegeszeichen des Kreuzes aus Licht gebildet und dabei die Worte: ‚Durch dieses [Zeichen] siege!‘ [In hoc signo vinces] Stauen aber habe bei diesem Gesichte ihn und das ganze Heer ergriffen.“ (Eusebius, Über das Leben des Kaisers Konstantin, I, 28, S. 25. Zitat nach: Norwich, John J. 2008: S. 23.) [71] Die oftmals zitierte Annahme, dass Theodosisus das Christentum als Staatsreligion eingeführt hat, ist nicht richtig. 391 erließ er ein Gesetz das die öffentliche Opferung zur Ehren heidnischer Gottheiten untersagte und 392 folgte das Verbot der privaten Huldigungen paganer Götter. Vgl.: Leppin, Hartmut: S. 37. In: Meier, Mischa (Hrsg.) 2007. [72] „[…] Schon als König in den Jahren 1213 und 1219 sowie 1220 im funkelnden Ornat des gekrönten Kaisers hat er solche [Gesetze gegen Ketzerei] erlassen. 1224 und 1231 in den Konstitutionen von Melfi, ferner 1232, 1238 und 1239 gab er Gesetze gegen Häretiker in die Welt.“ (Rader, Olaf B. 2011: S. 190 f.) [73] Diese Auffassung stammt aus der Spätantike. „Mit Kaiser Konstantin findet Rom zum Christentum. […] So folgt auf die Herrschaft des Konstantios (337-361) mit ihren drakonischen Maßnahmen gegen das Heidentum eine Zeit der Nachsicht, der dann Theodosius der Große ab 391 ein Ende setzt – seit 392 wird das Heidentum als Majestätsbeleidigung eingestuft.“ (Ducellier, Allain/Kaplan, Michel: S. 29 f. In: Ducellier, Allain (Hrsg.) 1990.) [74] Vgl.: Rader, Olaf B. 2011: S. 191. [75] Vgl.: Großbongardt, Annette: S. 25. In: Großbongardt, Annette/Pieper, Dietmar (Hrsg.) 2010. [76] Friedell, Egon 2008: S. 150. [77] Rader, Olaf B. 2011: S. 295. [78] „Unter Roger war Palermo ein Mittelpunkt der verschiedenen Kulturen Siziliens. Neben der griechischen, lateinischen und arabischen muß auch die hebräische erwähnt werden.“ (Houben, Hubert 2010: S. 115.) [79] „Voraussetzung dieser aus so vielen Quellen gespeisten Kultur sei die geographische und verkehrsmäßige Lage Siziliens im Schnittpunkt griechischer, arabischer und römischer Einflüsse gewesen.“ ( Abulafia, David 1991: S. 248.) [80] „Die großen Königshöfe wie der Kaiser Friedrichs II. beispielsweise können auch als Zentren der Weitervermittlung mittelalterlicher Gelehrsamkeit nicht überschätzt werden.“ (Dirlmeier, Ulf/Fouquet, Gerhard/Fuhrmann, Bernd 2003: S. 81.) [81] Fried, Johannes: S. 177. In: Fried, Johannes/Kailer, Thomas (Hrsg.) 2003. [82] Fried, Johannes: S. 177. In: Fried, Johannes/Kailer, Thomas (Hrsg.) 2003. [83] Fried, Johannes: S. 181. In: Fried, Johannes/Kailer, Thomas (Hrsg.) 2003. [84] Vgl.: Fried, Johannes: S. 181. In: Fried, Johannes/Kailer, Thomas(Hrsg.) 2003. [85] „Er [Gaius Maecenas, ein wichtiger Freund Octavians] zog einen Kreis von literarischen und wissenschaftlichen Autoren an und nutzte seinen Einfluss für die Sache des Augustus – doch nicht nur, um diesen einen zu erhöhen, sondern zur Ehre und zum Nutzen des ganzen Staates.“ (Southern, Pat 2005: S. 102.) [86] Rader, Olaf B. 2011: S. 68. [87] Houben, Hubert 2008: S. 112. Hierzu siehe auch: Fried, Johannes: S. 179. In: Fried, Johannes/Kailer, Thomas (Hrsg.) 2003. [88] Rader, Olaf B. 2011: S. 292. [89] Dirlmeier, Ulf/Fouquet, Gerhard/Fuhrmann, Bernd 2003: S. 86. [90] Houben, Hubert 2008: S. 142. [91] „Der vielsprachige Hofgelehrte [Theodor von Antiochia] übertrug um 1240 den sogenannten Moamin, einen Traktat über Beizvögel und Hunde, aus dem Arabischen ins Lateinische.“ (Dirlmeier, Ulf/Fouquet, Gerhard/Fuhrmann, Bernd 2003: S. 86.) [92] Rader, Olaf B. 2011: S. 296. [93] „Er setzt Schonzeiten für die Jagd fest, kümmert sich um die Bekämpfung von Tierkrankheiten und Plagen.“ (Horst, Eberhard 1975: S. 166.) [94] Leonardo Fibonacci: geboren ca 1170 oder 1180, gestorben 1240. Er war Kaufmann und erster großer Mathematiker des Abendlandes. Er brachte das indisch-arabische Ziffernrechnen nach Europa und beschäftigte sich mit unbestimmten Gleichungen 1. bis 3. Grades. Vgl.: Lexikon des Mittelalters V 1991: S. 1893 f. [95] Vgl.: Houben, Hubert 2008: S. 145. [96] Es ist hier festzustellen, dass „[…] die abendländische Mathematik [ihm] die Einführung der Null verdankt, […].“ (Rader, Olaf B. 2011: S. 284.) [97] Fried, Johannes: S. 179. In: Fried, Johannes/Kailer, Thomas (Hrsg.) 2003. [98] Vgl.: Houben, Hubert 2008: S. 146 f. [99] „Auch durch dieses Werk [Liber Introductorus – Buch der Einführung] wird das außergewöhnliche Interesse des Kaisers an den Wissenschaftsfragen seiner Zeit offenbar, denn Michael [Scotus] behandelte grundlegende Themen und Fragen über Erde, Wasser, Wind und begab sich ferner auf die Felder der Astronomie, Astrologie, Meteorologie, Medizin, Musik und Komputistik.“ (Rader, Olaf B. 2011: S. 280.) [100] Houben, Hubert 2008: S. 147. [101] Vgl.: Houben, Hubert 2008: S. 149. [102] Horst, Eberhard 1975: S 201. [103] Houben, Hubert 2008: S. 149. [104] Dante Alighiere: geboren 1265, gestorben 1321. Er studierte intensiv die abendländische Philosophie z. B. Thomas von Aquino, Boethius und Albertus Magnus. Sein bekanntestes Werk ist die „Göttliche Komödie“ (Divina Commedia). Er beschreibt hier die Hölle, das Fegefeuer und den Himmel mit ihren verschiedenen Kreisen. Vgl.: Lexikon des Mittelalters III 1986: S. 544 bis 563. [105] Horst, Eberhard 1975: S. 202. [106] „Dante feierte dieses Geschehen als Durchbruch des Humanum an Friedrichs Hof, als die Geburtsstunde der volkssprachlichen Dichtung Italiens, als ‚heroische‘ Tat des Caesars und seines Sohnes Manfred […]. Deshalb heißt die Sprache, in der die Italiener dichteten, sicilianum, […].“ (Fried, Johannes: S. 180. In: Fried, Johannes/Kailer, Thomas (Hrsg.) 2003.) [107] „Der überwiegende Anteil der Adeligen an der Dichtung entsprach dem Vorrang der ritterlichen Kultur. [...] [Denn er .] bezeichnet in den Konstitutionen die Ritterschaft ausdrücklich als das Fundament jeglicher Würde (dignitatis cuiuslibet fundamentum).“ (Horst, Eberhard 1975: S. 206.) [108] Rader, Olaf B. 2011: S. 149. [109] Thomas von Aquin/Aquino: ca 1224/1225, gestorben 1274. Er war Mitglied der Dominikaner. Seine Ethik ist aristotelisch beeinflusst, jedoch führt er daraus neue Erkenntnis. Sein wichtigstes Werk ist die „Summa theologiae“. Vgl.: Lexikon des Mittelalters VIII: S. 706 bis 710. [110] Salerno war schon seit der Zeit seines Großvater mütterlicherseits, König Rogers II., eine bedeutende Schule der Medizin.“ „Der hohen Schule von Salerno, der ältesten und berühmtesten im ganzen Abendlande, widmete König Roger II. eine besondere Sorgfalt. Die ausgezeichnetsten lateinischen, arabischen und jüdischen Gelehrten im Fach der Medizin unterrichteten daselbst die wißbegierige Jugend.“ (Schack, Adolf Friedrich Graf von 1889: S. 158.) [111] „Medizin wurde weiterhin in Salerno gelehrt, dem für dieses Fach traditionellen Ort.“ (Dirlmeier, Ulf/Fouquet, Gerhard/Fuhrmann, Bernd 2003: S. 97.) [112] „Danach muß der werdende Arzt drei Jahre Logik und fünf Jahre Medizin studieren wobei das Studium des Hippokrates, der Nachweis anatomischer und chirurgischer Kenntnisse unerläßlich ist.“ (Horst, Eberhard 1975: S. 167.) [113] Die Jungkonservativen maßen Deutschland einen„[…] historisch begründete[n] Führungsanspruch [.] auf dem Kontinent [bei].“ (Weißmann, Karlheinz/Mohler, Armin 2005: S. 131.) [114] Weißmann, Karlheinz/Mohler, Armin 2005: 129. [115] Vgl.: Weißmann, Karlheinz/Mohler, Armin 2005: S. 128. [116] Der Historiker und Mitglied des George Kreises, Friedrich Gundolf, spricht bei den staufischen Kaisern von „[…] staufischen Glanz- und Geistkaiser[n].“ (Gundolf, Friedrich 1968: S. 86.) [117] „Interessant ist außerdem, daß anhand der thematisierten Figuren zahlreiche Traditionen anzitiert und zusammengeführt werden, vor allen literarische Traditionen (u.a. Dante, Goethe, Mallarmé, Verlaine), antike römische (Porta Nigra) und griechische (Pente Pigade) Tradition, deutsche Reichstradition (Die Gräber in Speier) und Katholizismus (Leo XIII).“ (Gretz, Daniela 2007: S. 167.) ]118] „Durch lautes Lesen werden neue Mitglieder initiiert. Das laute Lesen ist vor allem sinnvoll als Lesen für den andern.“ (Braungart, Wolfgang 1997: S. 155.) [119] Vgl.: Braungart, Wolfgang 1997: S. 154. [120] Weber, Frank 1989: S. 162. [121] George, Stefan 1965: S. 84. [122] Braungart, Wolfgang 1997: S. 167. [123] „[… die] Geschichte des Kreises [Friedrich Wolters] betont schon die Bedeutung des rheinischen Katholizismus für George und seine katholische Sozialisation nachdrücklich.“ (Braungart, Wolfgang 1997: S. 24.) [124] Es zeigt sich „[. die] Bedeutung der Kreisbildung und der Wille zur Lehre und zur Herrschaft im Kreis, […].“ (Braungart, Wolfgang 1997: S. 103.) [125] Petrow, Michael 1995: S. 127. [126] „Wie sehr George dem Katholizismus verbunden war, daran hat er selbst nie einen Zweifel gelassen, […].“ (Braungart, Wolfgang 1997: S. 196.) [127] Vgl.: L’Ormeau, F. W. 1953: S. 8. [128] Karlauf, Thomas 2008: S. 64. [129] Frei nach Novalis sah es auch George, dass „[…] alle Jugend [.] antik [sei …].“ (L’Ormeu, F. W. 1953: S. 50. [130] Braungart, Wolfgang 1997: S. 233. [131] Braungart, Wolfgang 1997: S. 233. [132] Vgl.: L’Ormeau, F. W. 1953: S. 48 und 89. [133] „So wurde Christus sehr verschieden gesehen. Dem ephebenhaften Christusbild der frühen Jahrhunderte folgt die Schau des sieghaften, männlichen Königs, wie wir ihn aus dem ‚Heliand‘ oder den romanischen Darstellungen kennen: noch am Kreuz erscheint der Heiland aufrechten Hauptes, die Arme in wa[a]grechter Haltung geweitet.“ (L’Ormeau, F. W. 1953: S. 49.) [134] Vgl.: L’Ormeau, F. W. 1953: S. 49. [135] „Sein Konzept des Dichters [war das des .] Priester-Führer[s] einer Elite, […].“ (Braungart, Wolfgang 1997: S. 37.) [136] Braungart, Wolfgang 1997: S. 182. [137] „Denn die ästhetische Distanzierung der Masse und der Gesellschaft wird im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zu einem wichtigen Ideologem der europäischen Kulturkritik. In dieser Weise wird sie auch von George aufgenommen, für den dieses Ideologem eine besondere Bedeutung hatte. Es blieb also nicht bei den Ritualen der ästhetischen Selbstinszenierung, auch in Frankreich [u. a. Baudelaire, Verlaine und Mallarmé] nicht. Der Renouveau catholique des ausgehenden Jahrhunderts wurde ja vor allem von Schriftstellern getragen.“ (Braungart, Wolfgang 1997: S. 9.) [138] „Ästhetischer Katholizismus: dies ist George Position geblieben.“ (Braungart, Wolfgang 1997: S. 203.) [139] „Darin beanspruchte er genau das, was die Faszination des römischen Katholizismus ausmachte: ein anschauliches, ästhetisch-religiöses System mit dem Anschein von Objektivität und mit sozialer Bindekraft zu sein, das George zu einer eigenen Gemeinde, zu seinem ‚Staat‘, seiner ‚Kirche‘, wie Kommerell [Mitglied des Kreises] in seiner Kritik sagt, ausbaute.“ (Braungart, Wolfgang 1997: S. 183.) [140] Vgl.: Braungart, Wolfgang 1997: S. 195. [141] „Am Karfreitag lagen wird · nachdem der pfarrer und messner vorangegangen waren · der länge nach ausgestreckt auf dem chor und küssten das niedergelegte Heilige Kreuz. (George, Stefan 1998: S. 14.) [142] „Mitte august begleiteten wir die auf einem gerüst getragene bildsäule des Stadt-Heiligen von der kirche zur bergkapelle. Er war in einen dunkelpurpurnen samtmantel gekleidet und um seine schultern hingen die ersten reifenden trauben.“ (George, Stefan 1998: S. 15.) [143] „An Johanni sammelten wir von haus zu haus holz und reisig. […] Nach einbruch der dunkelheit wurde es entzündet und wir liebten es unsere arme in die freie züngelnde flamme zu schnellen.“ (George, Stefan 1998: S. 15.) [144] „Die auch in Bingen sehr populäre Marien-Verehrung nahm überhaupt im 19. Jahrhundert wieder stark zu.“ (Braungart, Wolfgang 1997: S. 199.) [145] „Im monat der Maria gingen wir des abends mit kränzen und grossen fliederbüschen zur kapelle um das bild der himmelskönigin zu schmücken.“ (George, Stefan 1998: S. 14 f.) [146] „Lilie der auen! Herrin im rosenhag! Gib dass ich mich freu · Dass ich mich erneue An deinem gnadenreichen krönungstag. Mutter du vom licht · Milde frau der frauen · Weise deine güte Kindlichem gemüte Das mit geäst und moos dein bild umflicht. Frau vom guten rat! Wenn ich voll vertrauen Wenn ich ohne sünde Deine macht verkünde: Schenkst du mir worum ich lange bat?“ (George, Stefan 1991: S. 67.) [147] George, Stefan 1986: S. 20. [148] Kantorowicz, Ernst H. 2010: S. 69. [149] Kantorowicz, Ernst H. 2010: S. 70. [150] Kantorowicz, Ernst H. 2010: S. 70. [151] Grünewald, Eckhart 1982: S. 149. [152] Vgl.: Norton, Robert E. 2002: S. 663. [153] Gundolf, Friedrich 1968: S. 139. [154] Kantorowicz, Ernst: S. 154. In: Bräuninger, Werner 2002. [155] „[…] Dem ganzen erdball seinen segen spendet: So sinken wir als gläubige zu boden […].“ (George, Stefan 1986: S. 21.) [156] George, Stefan 1986: S. 20. [157] Grünewald, Eckhart 1982: S. 132. [158] „So hat neben Italien, Frankreich, Spanien, England ‚auch das deutsche Volk zu seiner Stunde das Papsttum besetzt … Denn einmal [ein ist im Originaltext kursiv] schon ist auch Deutschland ‚römisch‘, das heißt:: universal und welthaltig gewesen.“ (Grünewald, Eckhart 1982: S. 133.) [159] Petrow, Michael 1995: S. 124. [160] „Gottes Pfad ist uns geweitet [im Text groß] Gottes land ist uns bestimmt Gottes krieg ist uns entzündet Gottes kranz ist uns erkannt. Gottes ruh in unsren herzen Gottes kraft in unsrer brust Gottes zorn auf unsren stirnen Gottes brunst auf unsrem mund. Gottes band hat uns umschlossen Gottes blitz hat uns durchglüht Gottes heil ist uns ergossen Gottes glück ist uns erblüht.“ (George, Stefan 1965: S. 114.) [161] Norton, Robert E. 2002: S. 660. [162] Vgl.: Norton, Robert E. 2002: S. 661. [163] „Zu den vorbildlichen staatlichen Menschen gehören u.a. Karl der Große, [und] Friedrich Barbarossa […].“ (Gretz, Daniela 2007: S. 268.) [164] „An den dritten Ottonen, das ‚Wunder der Welt‘, sei hier erinnert und an Konradin, die beiden letzten Sprossen der machtvollen Herrscherhäuser.“ (Kantorowicz, Ernst: S. 154. In: Bräuninger, Werner 2002.) [165] Kantorowicz, Ernst: S. 152. In: Bräuninger, Werner 2002. [166] Kantorowicz, Ernst: S. 152. In: Bräuninger, Werner 2002. [167] Gundolf, Friedrich 1968: S. 72. [168] Vgl.: Gundolf, Friedrich 1968: S. 74. [169] Gundolf, Friedrich 1968: S. 78. [170] Gundolf, Friedrich 1968: S. 90. [171] Vgl.: Gundolf, Friedrich 1968: S. 139. [172] Gundolf, Friedrich 1968: S. 90. [173] George, Stefan 1964: S. 11. [174] George, Stefan 1964: S. 11. [175] George, Stefan 1964: S. 114. [176] George, Stefan 1964: S. 114. [177] George, Stefan 1964: S. 133. [178] „Gib mir nur EINES ziel und sinn: Mit meinem könig sterben.“ (George, Stefan 1964: S. 133.) [179] „Du warst erkoren als du zum throne In deiner väterlichen gärten kies Nach edlen steinen suchtest und zur krone In deren glanz dein haupt sich glücklich pries.“ (George, Stefan 2005: S. 69.) [180] „[…] Du schufest fernab in den niederungen Im rätsel dichter büsche deinen staat · In ihrem düster ward dir vorgesungen Die lust an fremder pracht und ferner tat.“ (George, Stefan 2005: S. 69.) [181] George, Stefan 2005: S. 69. [182] George, Stefan 2005: S. 69. [183] „[…] Genossen die dein blick für dich entflammte Bedachtest du mit sold und länderei ·[…].“ (George, Stefan 2005: S. 69.) [184] Vgl.: Rader, Olaf B. 2010: S. 86. [185] „[…] Sie glaubten deinen plänen · deinem amte Und dass es süss für dich zu sterben sein.“ (George, Stefan 2005: S. 69.) [186] Karlauf, Thomas 2008: S. 558. [187] „Kantorowicz war nicht der einzige Georgeaner, der dem toten Kaiser im Dom von Palermo die Ehre erwies. […] Es waren also mindestens neun Personen aus dem Kreis um George […].“ (Karlauf, Thomas 2008: S. 557.) [188] „Die Wiederbringung der römischen Weltherrschaft durch die Idee konnte nur von einem irdischen Stützpunkt aus, wie ihn später die Staufer suchten, Erfolg verheißen, aber sie war an sich nötig und gegeben.“ (Gundolf, Friedrich 1968: S. 85.) [189] Gundolf, Friedrich 1968: S. 87. [190] Vgl.: Hoffmann, Peter 2008: S. 145. [191] Bräuninger, Werner 2002: S. 31. [192] Vgl.: Raulff, Ulrich 2009: S. 118. [193] „Die Gräber in Speier Uns zuckt die hand im aufgescharrten chore Der leichenschändung frische trümmer streifend. Wir müssen mit den tränen unsres zornes Den raum entsühnen und mit unserm blut Das alte blut besprechen dass es hafte · Dass nicht Spätre schleicht um tote steine Beraubte tempel ausgesognen boden .. Und der Erlauchten schar entsteigt beim bann: […].“ (George, Stefan 1986: S. 22.) [194] „[…] Urvater Rudolf steigt herauf mit sippe · Er sah in seinem haus des Reiches pracht Bis zu dem edlen Max dem lezten ritter · […].“ (George, Stefan 1986: S. 22.) [195] „[…] Durch mönchezank empörung fremdengeissel · Sah jahrtausendenalten herrschaft ende Und nun die grausigen blitze um die reste Des stamms dem unsre treue klage gilt. […].“ (George, Stefan 1986: S. 22.) [196] „[…] Vor allen aber strahlte von der Staufische Ahnmutter aus dem süden her zu gast […].“(George, Stefan 1986: S. 23.) [197] „[…] Der Grösste Friedrich · wahren volkes sehnen · Zum Karlen- und Ottonen-plan im blick […].“ (George, Stefan 1986: S. 23.) [198] „[…] Des Morgenlandes ungeheuren traum · Weisheit der Kabbala und Römerwürde Feste von Agrigent und Selinunt.“ (George, Stefan 1986: S. 23.) |
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